26. März bis 5. April | Singen - Schaffhausen

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Aus der Sicht des Hausmeisters

Arno Camenisch

Herr Anselm

(c) Janosch Abel

Nach 33 Jahren ist Herr Anselm – die treue Seele auf dem «Schiff», wie er seine Schule nennt – auf der Ehrenrunde: Die Schule in einem kleinen Dorf in den Bündner Bergen soll geschlossen werden. Der Roman zeigt eindrücklich, wie der Hausmeister Herr Anselm nach einem trockenen und heissen Sommer an einem Nachmittag zu Beginn eines Schuljahres mit seiner verstorbenen Frau über das Wetter und das Wasser spricht, über prägende Vorbilder, und über verbindende Werte. Sein Monolog erzählt mit viel Witz und einem herzenswarmen Blick von einer Welt, die verschwindet. Bildstark schreibt Arno Camenisch auf seine unverkennbar eigenwillige Art vom Werden und Vergehen in einem Tal im Wandel der Zeit.

Arno Camenisch, 1978 in Tavanasa im Kanton Graubünden geboren und aufgewachsen, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er heute lebt. Seine Texte, die er auf Deutsch und Sursilvan-Rätoromanisch schreibt, wurden in über 20 Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche Preise.

Arno Camenisch: Herr Anselm. Roman. Engeler 2019

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