Geschichte einer Befreiung
Stefanie de Velasco
Kein Teil der Welt

(c) Joachim Gern
Ein ostdeutsches Dorf nach der Wende. Die junge Esther wurde über Nacht aus ihrem Leben gerissen, um am anderen Ende der Republik, in der alten Heimat ihres Vaters, mit der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas einen neuen Königreichssaal zu bauen. Während die Eltern von Haus zu Haus ziehen, um im vom Mauerfall geprägten Osten zu missionieren, vermisst Esther ihre Freundin Sulamith schmerzlich. Mit ihr hat sie seit der Kindheit alles geteilt: die Fresspakete bei den Sommerkongressen, die Predigtdienstschule, erste grosse Gefühle und Geheimnisse. Doch Sulamith zweifelt zunehmend an dem Glaubenssystem und Esther stösst auf einen Teil ihrer Familiengeschichte, der vor ihr geheim gehalten wurde. De Velascos Roman gibt Einblick in eine verborgene Welt und erzählt rasant und klug von einem Emanzipationsprozess, der alle Fundamente ins Wanken bringt.
Stefanie de Velasco, geboren 1978 in Oberhausen, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. 2013 erschien ihr Debütroman «Tigermilch», der in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wurde.
Stefanie de Velasco: Kein Teil der Welt. Roman. Kiepenheuer & Witsch 2019
Lesungen
| Mo 30.03.2020, 19 h |
Aula Schulhaus Stumpenboden, Feuerthalen
Im Anschluss an die Lesung offeriert die Gemeinde einen Apéro. |
|
| Di 31.03.2020, 19 h | Gasthaus Löwen, Mühlhausen-Ehingen |













