26. März bis 5. April | Singen - Schaffhausen

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Die Schuld am 1. Weltkrieg

Christoph Poschenrieder

Der unsichtbare Roman

(c) Daniela Agostini

Wer ist schuld am Ersten Weltkrieg? Im Jahr 1918 wird die Frage immer drängender. Der Bestsellerautor Gustav Meyrink erhält in seiner Villa am Starnberger See ein unmoralisches Angebot vom Auswärtigen Amt: Er soll gegen gutes Honorar einen Roman verfassen, der den Freimaurern die Verantwortung für das Blutvergiessen zuschiebt. Der wenig patriotische, aber finanziell bedürftige Schriftsteller akzeptiert. Doch wie soll ein Roman so eine Frage beantworten? Das Kaiserreich ist am Ende, die Revolution in München bricht aus – und Meyrink verfällt in eine tiefe Schreibkrise. Der Roman ist ein stilistisch ausgefeiltes fiktives Porträt des seinerzeit berühmten Autors, dessen Roman «Golem» zu den Klassikern der phantastischen Literatur gehört. Der «unsichtbare Roman» spiegelt atmosphärisch den revolutionären Zeitgeist im Vorfeld der Münchner Räterepublik.

Christoph Poschenrieder, geboren 1964 bei Boston, studierte Philosophie in München und Journalismus in New York. Sein Roman «Das Sandkorn» war 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Poschenrieder lebt in München.

Christoph Poschenrieder: Der unsichtbare Roman. Roman. Diogenes 2019

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